Dienstag, Oktober 23, 2018
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OKAVANGO: TOR ZU EINEM ANDEREN LEBEN

LEBEN AM OKAVANGO

Mit rund 1700 km Länge ist der Okavango der viertlängste Fluss Afrikas. Er entspringt in den Hochebenen von Angola und fließt auf seinem Weg Richtung Südosten über Namibia nach Botswana, wo er sich in die Kalahari-Wüste „ergießt“ und so das einzigartige Okavango-Delta bildet. Das dadurch entstehende Sumpfgebiet ist Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Im Jahr 2014 wurde das Okavango-Delta, welches das weltgrößte Binnendelta darstellt, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

 

FASZINATION OKAVANGO

Die Dreharbeiten zum Film fanden im namibischen Gebiet des Okavango statt. „In dieser Gegend steckt viel Geschichte und Vergangenheit. Die großen Flüsse sind wie Tore zu großen Geschichten von Menschen und Völkern“, beschreibt Christina Hecke, die Darstellerin der Charlotte, die Faszination, die vom Okavango als Drehort ausgeht. Auf der Reise zum Ex-Mann ihrer verstorbenen Schwester lernt Charlotte nicht nur die beeindruckende Landschaft und Tierwelt (u.a. Nilpferde, Giraffen und Zebras) des Flussgebiets kennen, sondern auch die verschiedenen „Gesichter“ des Okavango. Denn neben seinem idyllischen Flusslauf, haben seine Stromschnellen – in Namibia sind die „Popafälle“ am bekanntesten – auch ihre Tücken…

 

LEBEN AM OKAVANGO

Neben der afrikanischen Landschaft lernen die Zuschauer in „Fluss des Lebens – Okavango: Fremder Vater“ auch die Menschen, die dort leben, kennen. „Wir zeigen, wie es dort ist, und natürlich zeigen wir auch die schönen Seiten und die Natur und was alles da ist. Aber wir tragen auch dazu bei, dass sich etwas übermittelt und Kommunikation stattfindet“, so Christina Hecke. Zum Zeitpunkt von Charlottes Ankunft hat sich der ausgewanderte Familienvater Gunnar schon fest in die dortige Dorfgemeinschaft integriert. „Gunnar hat am Okavango einfach Menschen gefunden, mit denen er sich wohlfühlt. Mit der Vergangenheit hat er abgeschlossen, hat sich hier eine neue Existenz aufgebaut“, erzählt Roeland Wiesnekker über seine Rolle. Wiesnekker spricht als Gunnar auch sehr überzeugend Afrikaans, was mit an seinen niederländischen Wurzeln liegt.

 

FLUSS DES LEBENS

Beim Okavango handelt es sich bereits um den fünften Strom, an den das ZDF die Zuschauer im Rahmen der Herzkino-Reihe „Fluss des Lebens“ führt. Der erste Teil, „Verloren am Amazonas“, wurde im Jahr 2013 ausgestrahlt, ein Jahr später folgte „Wiedersehen an der Donau“. Im vergangen Jahr waren sowohl der Ganges in Indien als auch die Loire in Frankreich die Schauplätze für die Geschichte, in denen sich die Protagonisten in existenziellen Situationen wiederfinden, die ihnen neue Perspektiven auf ihr Leben, die Liebe und andere Kulturen ermöglichen. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 dürfen sich Zuschauer zudem auf  Reisen an den Kwai sowie den Yukon freuen.

 

Zum Inhalt von „Fluss des Lebens – Okavango: Fremder Vater“:
Nach dem Tod ihrer Schwester muss sich die Molekularbiologin Charlotte mit ihrem Schwager Gunnar auseinandersetzen und herausfinden, wie es mit ihr und den Kindern ihrer Schwester weitergehen soll. Denn Gunnar ist vor Jahren an den Okavango ausgewandert und hat seine beiden Kinder seitdem nicht mehr gesehen. Nun bringt Charlotte Julian und Lilly, die seit dem Tod ihrer Mutter nicht mehr spricht, in Gunnars neue Heimat nach Namibia. Doch als sie dort ankommen, ist Gunnar nicht da. Stattdessen werden sie von der Dorfgemeinschaft um die Dorfälteste Thuyi in Empfang genommen. Kein guter Start.

Als Gunnar endlich auftaucht, brechen die alten Konflikte wieder auf. Julian kann seinem Vater nicht verzeihen, dass er seine Familie im Stich gelassen hat. Charlotte ist unterdessen von den Lebensbedingungen vor Ort völlig überfordert: Wie in aller Welt stellt sich ihr Schwager einen gemeinsamen Alltag mit seinen Kindern in der namibischen Einöde vor?

Erst als Gunnar mit seinen Kindern heimlich zu einer Safari aufbricht und Charlotte ihnen hinterherreisen muss, keimt die Chance eines Neubeginns auf.

© ZDF und Ralf Noack