Sonntag, November 18, 2018
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Das Herz mit der Lizenz für die Ewigkeit….

Was bedeutet es zu lieben, jemanden wirklich zu lieben? Es heißt, jemandem das größte Glück zu wünschen, ohne ein Teil davon zu sein. Das beweist auch „A“ in dem Film “Letztendlich sind wir dem Universum egal“.

Jugend Melodram– ist eine Gattung, die immer wieder in Vergessenheit gerät. Und ist vorausschaubar. Die Protagonisten lernen sich erst einmal kennen. Manchmal sofort, manchmal nach einigen Tagen, verlieben sie sich ineinander. Dann erfährt einer,  dass es ein unüberwindbares Problem gibt,  das ihnen im Weg steht. Meistens eine unheilbare Krankheit, manchmal Familien Vorgeschichte. Szenarien gibt es genug. Zuschauer, die diese Gattung wählen, wissen was sie erwartet. Sie entscheiden sich nicht ohne Grund für diese Art von Film. Sie wollen das erleben, was sie auf der Leinwand sehen. Liebe, Freude, Happy End. Der Film war gut, wenn man nach der Vorstellung einige Tränen unterdrückt.

Wenn man sich das alles als Messlatte  vor Augen nimmt, kann man natürlich „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ als einen sehr gelungenen Film betrachten. Vielleicht ist es kein Film, an dem man sich jahrelang erinnern wird. Ihn zu sehen  ist auch keine Zeitverschwendung, wie bei vielen anderen Filmen dieses Genres.

Das Drehbuch ist aber nicht gerade, wie jedes andere. Rhiannon ist zwar eine typische amerikanische Jugendliche, aber ihr Gegenstück ist eine wandelnde Seele. „A“ wandert jeden Tag um Mitternacht in einen neuen Körper. Immer im gleichen Alter, immer in der Nähe des Körpers zuvor. In Jedem bleibt er genau 24 Stunden und um Mitternacht wird er wieder weiter transportiert. Er hat auch keinen Einfluss darauf, wo er landet. Weiß, Schwarz, Dick, Dünn, Männlich, Weiblich. Bei einem Besuch verliebt sich „A“ in Rhiannon und versucht sie immer wieder zu treffen.

Wenn man sich die Mechanik des Films genauer ansieht, merkt man, dass anstelle des konservativen verliebten Paares eine polygame Beziehung auf der Leinwand erscheint, die dennoch immer eine Einheit bildet.. Großen Respekt habe ich sowohl vor Michael Sucsy (Regisseur), als auch vor Jesse Andrews (Drehbuch), die die ganze Geschichte so perfekt umgesetzt haben, dass man diese Einheit förmlich spüren kann. Vielfalt mündet in Einheit.

Die Liebe, die sich zwischen A und Rhiannon entwickelt, fühlt sich wahrhaftig, ehrlich und wunderschön an. Natürlich beeinflusst dies auch die Schauspieler . Sie sind noch jung, spielen ihre Rollen aber grandios. Ich glaube, hier sehen wir die nächste Generation Tom Cruise, Michael J. Fox oder Julia Roberts.

Was mich auch beeindruckt hat ist, dass die Macher des Films keine Berührungsängste hatten. „A“ als Frau zu zeigen und auch diese Beziehung zwischen den beiden positiv, ohne das konservative Publikum zu erschrecken. Beispielsweise als Afroamerikaner der gehobenen Klasse.

Es ist ein Film, den ich jedem Paar zum Valentinstag wünsche. Wahre Liebe kennt keine Grenzen, keine Gesetze. Und für wahre Liebe opfert man sein eigenes Glück. Um es zu erfahren schau euch „Film Letztendlich sind wir dem Universum egal“