Mittwoch, März 27, 2019
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Interview Mit Wild Culture Bei BigCityBeats WORLD CLUB DOME 2018 – Winter Edition

Die Jungs Florian und Felix von Wild Culture aus Österreich waren heute bei mir im Interview.

Meine anfängliche Nervosität war Gott sei Dank nicht mehr allzu schlimm wie gestern.

Vor allem auch weil die Jungs direkt einen sehr herzlichen und bodenständigen Eindruck mir entgegen gebracht haben.

Jungs, ihr hattet gestern schon euren Auftritt auf der Plastik Funk Tastik Stage. Wie war es für euch?

Felix: Für uns war es eine riesen Ehre hier beim World Club Dome mit dabei sein zu dürfen. Für uns war es das erste Mal. Die Stage war super cool und die Leute dort haben gewusst wie man feiert.

Für uns war es eine sehr intime Show, denn es ist sehr nahe an den Fans gewesen. Wir haben vorher Shows vor 10.000- 15.000 Leuten gespielt und dann wieder so nahe dran zu sein, macht halt sehr viel Spaß. Da kann man auch viel besser interagieren.

Ihr hatten ja auch einen coolen „Stage-Flitzer“ gehabt, fandet ihr das schlimm oder wie war das für euch?

Felix: Nein für uns war das gar nicht schlimm. Ich meine es geht darum, dass die Leute Spaß haben, die Musik genießen und mit uns feiern.

Florian: Ich glaube es ist immer wichtig, dass man keine Berührungsangst hat. Lieber hast du jemanden unmotivierten hinter dir als vor dir. Bevor derjenige mit der Hand ausholt, das Getränk über das Equipment schmeißt und nichts mehr funktioniert. In diesem Business ist einfach Spontanität gefragt. Man muss die Umgebung prüfen und egal ob du vor 10.000, 500 oder 0 Leuten stehst, das Wichtigste ist einfach: du gibst immer 100%, bist authentisch und hast vor allem Spaß dabei.

Angenommen der Fall tritt ein und nichts mehr würde funktionieren, was würdet ihr machen?

Florian: Wir hatten tatsächlich im letztes Jahr einen Stromausfall auf einer Mainstage in Kassel. Es ging gar nichts mehr. Das Aggregat ist ausgegangen und das war in einer Festung eingebaut. Tja wir haben Gott sei Dank immer eine Menge Getränke dabei. Wir sind her gegangen, haben 3 Flaschen Wodka und 2 Flaschen Gin genommen und mit den Gästen von der Stage aus getrunken. Alle haben sich gefreut und die Stimmung danach war sehr geil.

Zu einem ganz anderen Thema: Wie sieht eure Planung für das Jahr 2019 aus? Ist der World Club Dome in Frankfurt auch dabei?

Florian: In 2019 wird bereits im Januar/Februar musikalisch gemeinsam mit der Sony Deutschland eine Single heraus kommen zudem sind auch eigene Singles sind am Start.

Wir fliegen nächste Woche wieder nach Berlin um neue Songs zu schreiben. Im Januar geht es nach London, ebenfalls um neue Songs zu kreieren. Das heißt wir werden wieder europaweit unterwegs sein um mit den besten Songwritern zusammen zu arbeiten. Zusätzlich sind auch ein paar Festivals schon geplant. Im Gespräch ist natürlich auch der World Club Dome in Frankfurt. Wenn das klappt, wäre das natürlich super schön. Wir arbeiten sehr intensiv mit Le Shuuk zusammen und treffen in 2-3 Wochen ihn im Studio, arbeiten an neuer Musik und haben dann 3 Shows gemeinsam in Österreich.  Wir sind sehr gespannt und freuen uns sehr auf die Festival Saison und auf neue Musik von uns.

Zur Musik, die neue Single „Together Alone“,wie kam es dazu? Ich finde am Anfang die Telefonstimme ganz cool, wie habt ihr das gemacht und wer ist das?

Felix: Der Sänger ist der Chris, die Sängerin ist die Lauren und wir haben die Nummer in Berlin geschrieben. Es gibt auch eine wirklich sehr emotionale Geschichte dazu, denn an dem Tag wo wir die Nummer geschrieben haben, hat sich Chris von seiner Freundin getrennt. Da gehen natürlich die Emotionen hoch. Wir haben das Beste versucht heraus zu holen und alles einzufangen. Zudem hat dann Lauren leider an dem selben Abend noch erfahren, dass ihr Großvater gestorben ist. Dadurch wurden natürlich noch mehr Emotionen freigesetzt. Wir haben uns an diesem Tag erst kennengelernt, aber seitdem ist auch eine richtig gute Freundschaft entstanden. So ist dieser Song herausgekommen und wir haben so viel wie möglich an Emotionen in den Titel rein gepackt.

Das sind natürlich sehr viele Gefühle auf einmal und eine echt krasse Geschichte dahinter, welche auf jeden Fall sehr gut in dem Titel zum Ausdruck kommt.

Florian: Übrigens die Stimme am Anfang, ist eine wunderschöne österreichische Mailbox. Das zweite hat der Christ einfach als Voice Message auf mein Handy gesprochen. Dies haben wird dann ein wenig bearbeitet um genau den Ton hinzubekommen wie auf der Mailbox.

Echt coole Idee. Nun zu einem ganz anderen Thema. Ich habe durch Social Medias Fotos gesehen, dass ihr doch sehr naturverbunden seid. Frage: seid ihr denn auch ein Camper-Typ? Oder nimmt ihr euch beim Wandern lieber ein Hotel?

Felix: Bei uns ist es halt so: Wir gehen aus der Studiotür raus, haben die Berge direkt davor und können sofort wandern gehen. Für uns ist das zum Abschalten, Energie tanken und den Alltag vergessen natürlich sehr entspannend. Du gehst 4/5 Stunden hoch, kommst aus der Puste da oben an und kannst dann die Aussicht genießen. Das ist ein sehr befreiendes Gefühl.

Florian: Das schöne dabei ist einfach die Ruhe. Du hörst nur den Wind pfeifen sonst wirklich nichts.

Ob wir jetzt im Hotel schlafen oder ob wir campen, hängt definitiv vom Land ab. In Australien haben wir campen müssen, würden wir aber kein zweites mal machen. Weil einfach die Situation mit Spinnen und Schlangen doch ein wenig „risky“ ist. Das kann aber glaube ich jeder verstehen. Wir sind keine Schnösel und uns auch für nichts zu schade. Wir können sowohl in einem Zelt als auch in ein 5 Sterne Hotel schlafen. Für uns ist alles kompatibel und wir haben da keine größeren Ansprüche. Hauptsache das Rundum passt. 

Könnten ihr euch zum Beispiel nach einem anstrengenden und sehr erfolgreichem Jahr 2019 eine Auszeit also einen Road Trip mit einen Bully vorstellen? Auch als Inspiration für neue Songs?

Felix: Ehrlich gesagt hatten wir wirklich mal überlegt einen LKW als Studio umzubauen.

Einen LKW?

Felix: Ja genau. Einfach mal rumfahren und da produzieren wo wir gerade stehen bleiben.

Florian: Ja oder ein Container. Studiotechnisch ist es sehr wichtig das alles passt. Durch die technische Voraussetzung muss man halt ein größeres Gefährt haben. Mit einfachen Speakern oder zwei alte Mono Boxen kann man nicht viel machen, damit hätten wir nur dreifache Arbeit.

Dadurch das es so viele geile Hotspots auf der ganzen Welt und gerade in Europa gibt, wäre es natürlich sehr geil wie Felix gesagt hat: durch die Gegend fahren, einen geilen Platz zu finden, abstellen, Aggregat anschmeißen, Plumpsklo hinstellen, draußen den Grill anschmeißen und einfach Musik machen.

Diese Picture was man dazu im Kopf hat ist schon sehr schön. Jedes Land gibt dir eine Vibe mit und das kannst du nutze um neue Musik zu machen.

Ein dickes Dankeschön danke an Florian und Felix für dieses schöne und vor allem doch sehr persönliche Interview. Für 2019 wünsche ich euch viel Erfolg und hoffe man sieht sich demnächst wieder.

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