Mittwoch, Januar 23, 2019
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„Ich mach‘ mir die Welt – widdewidde wie sie mir gefällt“ – Warum Astrid Lindgrens Geschichten bis heute eine ganze Welt begeistern und verzaubern!

Bald schon tauchen wir ein in das Leben einer der außergewöhnlichsten Frauen der Zeitgeschichte und werden verstehen, warum die wundervolle Astrid Lindgren zur „Schwedin des Jahrhunderts“ avanciert ist, was sie zu einer der berühmtesten Kinderbuchautoren weltweit gemacht hat und weswegen wir ihre spannenden Geschichten über „Pippi Langstrumpf“, „Wir Kinder aus Bullerbü“, „Ronja Räubertochter“ und „Michel aus Lönneberga“ bis heute über alle Maßen lieben und schätzen:

Die Filmbiographie ASTRID, von der mehrfachen Berlinale-Preisträgerin Pernille Fischer Christensen, erzählt die Jugendjahre der Astrid Lindgren. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die entgegen aller Erwartungen ihres Umfelds und ihrer religiösen Erziehung, beschloss, sich von den Normen unserer Gesellschaft zu lösen und ihrem Herzen zu folgen. In den 1920er Jahren wird Astrid (Alba August) von dem Chefredakteur Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen) unehelich schwanger, muss sich als junge Mutter den Erwartungen des konservativen Umfelds stellen und eine schwere Entscheidung treffen. Der Weg ist steinig, aber Astrid findet letztlich den Mut, ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen….

Ungestüm, rebellisch, frei! Astrid Lindgren gab Kindern eine Stimme und ihre Freiheit

Dieser filmische Ausflug in einen Teil von Lindgrens Leben wird euch erahnen lassen, warum in ihr eine fantastische Vorstellungskraft und Empathie für die Gedankenwelt und Wünsche von Kindern aufgeblüht ist! Sie hat niemals den Zeigefinger erhoben, Astrids Kinderbuchfiguren dürfen trotzig sein, viel lachen und Fehler machen.

Kinder waren für die im Jahr 2002 verstorbene Astrid Lindgren immer das Größte und so setzte sie sich ein Leben lang entschlossen für die Rechte von Kindern und gegen jegliche Ungerechtigkeiten ein. Sie wurde eine der einflussreichsten Stimmen des Landes und war Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels im Jahr 1978. Hier hielt sie auch die legendäre und flammende Rede „Niemals Gewalt!“. Dort sagte sie:

„Ein Kind, das von seinen Eltern liebevoll behandelt wird, und das seine Eltern liebt, gewinnt dadurch ein liebevolles Verhältnis zu seiner Umwelt und bewahrt diese Grundeinstellung ein Leben lang.“

Die eigene frühe Kindheit erlebte Astrid, geboren 1907 auf einem Bauernhof bei Vimmerby, in liebevoller Zuwendung und Geborgenheit der Eltern mit drei Geschwistern in der idyllischen Landschaft des schwedischen Smålands. Diese Heimat und unbeschwerte Kindheit trugen ebenso zur Inspiration ihrer Geschichten und tollen Figuren bei. Astrid hatte schon als junges Mädchen unglaublich viel Energie und Fantasie in sich schlummern.

Das erste Werk auf Lindgrens langen Liste von Kinderbüchern hieß „Pippi Langstrumpf“, ihr Debütwerk. Anreiz für die Geschichten über das Mädchen mit dem drolligen Namen bot ihr die kleine Tochter Karin, das zweite Kind nach Sohn Lasse. Karin wird 1941 sehr krank und wünscht sich zur Aufmunterung und Ablenkung von ihrer Mutter Geschichten über die freche „Pippi“, die ohne Eltern, dafür mit einem Pferd namens „Kleiner Onkel“ und Äffchen „Herr Nilsson“ in der Villa Kunterbunt, wohnt. 1945 bringt ein Verlag das Buch namens „Pippi Langstrumpf“ heraus.

„Pippi Langstrumpf“ – Die liebenswerte selbstbewusste Heldin mit zwei Zöpfen!

Gründe, warum wir Pippi lieben (und was wir von ihr lernen können):

· Zunächst einmal hat sie den allerlustigsten Namen der Welt: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf

· Pippi ist das stärkste Mädchen der Welt und findet für jedes Problem eine kreative Lösung, wie zum Beispiel Spaghetti mit der Schere schneiden

· Sie wohnt mit ihren neun Jahren ganz allein in einem großen Haus und schafft das locker. Sie ist zu nichts verpflichtet (wie zum Beispiel der Schule) und kann jeden Tag Dinge tun, die sie erfreuen. Am liebsten ist sie „Sachensucherin“ – getreu dem Motto „Genieße den Augenblick“ und erzählt Geschichten

· Sie lässt sich fast nie die gute Laune verderben, pfeift auf die Meinung der anderen und hat unglaublich viel Lebensmut. Und wenn sie mal traurig ist, hat sie ihre zwei beste Freunde Tommi und Annika, auf die sie immer zählen kann

· Pippi pfeift auf Geld, das ist ihr nicht wichtig

Wir Kinder aus Bullerbü“ – Hier ist einfach immer etwas los!

Warum wir so gerne mit den Abenteuern der Kinder aus Bullerbü mitfiebern:

· Bullerbü ist solch ein schöner und idyllischer Ort mit nur wenigen Einwohnern, an den wir uns sofort wünschen möchten! Die Kinder aus Bullerbü sind Lasse, Bosse, Lisa, Britta, Inga und Ole

· Bullerbü ist ca. 15 km entfernt von Vimmerby und damit nah dran an Astrid Lindgrens Geburtsstadt in Småland

· Hier gibt es alles, was Spaß macht und immer etwas Tolles zu erleben: Pony reiten, auf hohen Schaukeln durch die Lüfte schweben, im Heu herumhüpfen, auf Berge klettern, Schätze suchen, Kirschen verkaufen, um den Mitsommerbaum tanzen und und und …

„Michel aus Lönneberga“ – Der kleine freche, charmante Blondschopf!

Gründe, warum wir den kecken Michel lieben:

· Er ist der frechste Junge aus Lönneberga und für jeden Schabernack zu haben. Michel lässt sich nicht „einpassen“ und beugen in die Welt der Erwachsenen. Er ist ein selbstbewusster kleiner Junge

· Für die anderen Dorfbewohner wirkt Michel wie ein frecher Lausbub, aber seine Streiche und Trotzigkeit sorgen eigentlich für richtig viel Leben in Lönneberga, es wird nie langweilig

· Michel hat sein Herz an der rechten Stelle und ist mit seinen fünf Jahren sogar ein kleiner Held, wenn er seinen Freund Alfred das Leben rettet …

Regie führt die mehrfache Berlinale-Preisträgerin Pernille Fischer Christensen, die das Drehbuch zusammen mit dem Kinderbuchautor Kim Fupz Aakeson schrieb: „Mein Film über die Jugend von Astrid Lindgren ist eine persönliche Hommage an eine der großartigsten Künstlerinnen Skandinaviens. Eine Liebeserklärung an eine Frau, die mit ihrer starken Persönlichkeit die herrschenden Normen von Geschlecht und Religion ihrer Gesellschaft gesprengt hat.“

ASTRID ist eine internationale Produktion, an der auch der Berliner Independent DCM als Ko-Produzent beteiligt ist. Gedreht wurde deshalb nicht nur in Schweden, sondern auch hierzulande: unter anderem in Berlin und in Altenburg (Thüringen). Produziert wurde der Film von Lars G. Lindström (Nordisk Film Sweden) and Anna Anthony (Avanti Film) in Ko-Produktion mit DCM, Film i Väst, Nordisk Film, TV4 und in Zusammenarbeit mit dem DR. Unterstützung erhielt das Projekt vom Swedish Film Institute, Danish Film Institute, dem Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und der Mitteldeutschen Medienförderung.

Astrid Lindgren wird verkörpert von der 23-jährigen Newcomerin Alba August (Netflix: „The Rain“ / Shooting Start der Berlinale 2018). In weiteren Rollen sind unter anderem Trine Dyrholm (DIE KOMMUNE, WHOAMI), Magnus Krepper (VERDAMMNIS) und Henrik Rafaelsen (WELCOME TO NORWAY) zu sehen.

Pernille Fischer Christensen: „Mein Film über die Jugend von Astrid Lindgren ist eine persönliche Hommage an eine der großartigsten Künstlerinnen Skandinaviens. Eine Liebeserklärung an eine Frau, die mit ihrer starken Persönlichkeit die herrschenden Normen von Geschlecht und Religion ihrer Gesellschaft gesprengt hat.“

Sie ist die Heldin der Herzen, die Schöpferin vieler Kindheits-Vorbilder und ihre Geschichte kommt endlich auf die große Leinwand: DCM bringt ASTRID am 6. Dezember 2018 deutschlandweit in die Kinos!