Mittwoch, Juni 19, 2019
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Le Shuuk das Interview

Hallo Chris, schön dass du es einrichten konntest mit mir spontan dieses Interview zu führen. Ich habe ja bereits Fabian mit Rückblick auf den WCD Winter interviewt. Erzähl du doch einmal, wie war es für dich? diesmal mit neuer Location und keine „Soloshow“,sondern ähnlich wie die „Sommer Edition“ mit mehreren Bühnen und dem Circle?

Ja es ist ja nicht nur, dass sich die Location sowie die Art der Show gewechselt hat, sondern auch die Anzahl der Tage. Es ist schon echt krass im Winter ein Festival über 3 Tage zu veranstalten. Das hat sich wirklich noch keiner in Deutschland getraut. Man ist als Fan meistens auf den Sommer fixiert, vor allem auch was das Budget angeht.

Ich war selbst von Donnerstag bis Montag vor Ort und habe mitgeholfen. Ich muss schon sagen es war echt heftig, vor allem weil ich auch eine sehr geile Playtime am Samstag nach „Alle Farben“ bekommen habe. Die Stimmung war so gut und die Halle war am explodieren. Meine ganze Familie mit 25 Leuten waren da. Diese erzählten mir hinterher, dass wohl alle zu Beginn meiner Show in die Halle gestürmt sind. Ich realisiere das gar nicht, wenn ich auf der Bühne stehe, weil ich mir immer einen fixen Punkt ganz oben an der Decke suche um mich zu konzentrieren und die Aufregung zu verlieren.

Bist du immer noch nach so vielen Show´s aufgeregt?

Ja immer! Wer die Aufregung ,egal ob bei 50, 1000 oder auch 100.000 Leuten verliert, der hat seinen Job verfehlt. Denn dieses Kitzeln und das Adrenalin, das treibt einen DJ an. Man reagiert auf diese Emotionen und agiert so am besten mit der Menge.

Nun ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2018, gab es irgendeinen besonderen Moment der dich so richtig weggeflasht hat?

Ich muss sagen, dass der World Club Dome für mich immer was sehr persönliches ist. Ich bin als Resident DJ jetzt mittlerweile 5 Jahre dabei. Der WCD ist halt nicht nur in Deutschland so gut angekommen, sondern hat sich auch in Korea etabliert. Ganz besonders hat mich geflasht, als ich bei der Cluberöffnung des Clubs Chroma mit dabei sein durfte. Das ist einer der aufstrebenden Clubs im asiatischen Raum. Ich war dort der erste deutsche DJ zusammen mit Armin van Buuren und Martin Garrix die dort spielen durften. Das war für mich natürlich eine große Ehre. Vor allem wenn man jetzt sieht, wer im Nachhinein noch alles von den Weltelite-DJ´s dahin kommt. Es ist schon ein riesen Highlight für mich gewesen, vor allem aber auch weil es ein ganz anderer Kontinent mit ganz anderen Menschen ist.

Bezogen auf die Menschenmenge, was ist dir lieber ? Nehmen wir das Beispiel anhand des Sierrrapartyfloß wo ca. 150-200 Leute drauf passen. Im Vergleich mit dem World Club Dome Cruise wo ca. 2000 Leute mehrere Tage mit dir feiern? Was ist dir am liebsten?

Das ist eine gute Frage. Also ich muss ganz ehrlich sagen eine gute Mischung macht’s. Klar finde ich es cool mal vor 30.000 Menschen zu spielen, weil das einfach ziemlich irre immer ist und nimmt dir den Atem. Aber dann feiere ich auch die Clubshows wie zum Beispiel heute in der KuFa. Man erkennt wie die 1500 Menschen reagieren und dementsprechend kannst du agieren. Bei 30.000 Menschen siehst du einfach nur noch ein Meer von Armen und Lichtern. Klar im Nachhinein sind die Bilder und Videos immer atemberaubend. Somit ist es als DJ eigentlich besser vor „weniger Menge“ zu spielen, da du direktes Feedback von den Leuten bekommst. Ich mag vor allem auch das Anfassen und wie man weiß springe ich auch gerne mal in die Menge. Es ist einfach viel familiärer.

Erzähl mir doch mal, woher die Idee mit dem Einhorn und der UnicornArmy kam?

Eigentlich eine recht einfach Geschichte. Es ist schon was her, da hat Steve Aoki eine Kollektion für Gepäcktrollys herausgebracht, wovon ich mir einen gekauft habe. Diesen Trolly hat er damals ganz besonders entwickelt, denn wenn du diesen ausgeklappt hast, war er plötzlich ein Roller/Scooter. Mit diesem Ding bin ich dann immer bei den Reisen zu den verschieden Gigs durch die Flughafenterminals gefahren. Vorne war mein ganzes DJ Equipment verstaut und hinten konnte man sich drauf setzen. Das war eine echt geile Sache. Mit so etwas rechnet ja keiner, dass so ein Irrer durch den Flughafen fährt. Rücksichtsvoll wie ich bin dachte ich mir, ich brauche eine Hupe. So bin ich in das nächste Geschäft und habe mir eine PollyPocket Hupe, die aussah wie ein Einhorn, gekauft. Die habe ich immer noch an meinem Rucksack dran. Durch die verückten Videos wo ich mit dieser Ausstattung rumcruise, die ich dann bei Youtube reingestellt habe, war diese Einhorn-Idee und das Markenzeichen geboren. Zeitgleich ist aber auch dieser riesen Markenhype mit Einhörnern gestartet. Seitdem begleitet mich meine Unicornamry überall hin. Ich habe auch immer eins am Körper. Hier am Oberarm habe ich mir ein Einhorntattoo von einem Designer aus New York stechen lassen.

Von der crazy Einhorngeschichte zu etwas besinnlicherem: Wie verbringt du die Feiertage?

Weihnachten verbringe ich mit meiner Freundin, Familie und unserem Hund, allen zusammen bei uns. Ich habe kurz vorher am 23. noch einen Termin in der Schweiz, da bleibe ich aber nicht über Nacht. Nach den Feiertagen geht es dann auch direkt weiter: am 28. spiele ich in Sölden und am 31. in Innsbruck.

2019? Möchtest du uns schon einen Mega-Gig verraten?

World Club Dome in Frankfurt ist natürlich ein Highlight. Aber auch die WCD Cruise, die diesmal ja im August sowie mit einem neuem Schiff (einem richtigen Konzertschiff) stattfindet. Das wird definitiv ein Experiment. Diesmal gibt es mit mehr Kabinen, mehr DJs und mehr Space.

Stichwort Space: WCD 2019 Space Edition? Erzähl uns mehr? Auf was darf man sich besonders freuen?

Alle die, die in diesem Jahr auf der Hollywood Edition waren, können sich natürlich vorstellen in was für einer Dimension das umgesetzt wird. Die Hollywood Edition hat wirklich sehr viel geboten: mit Kino-Night und alles was mit Hollywood zu tun hatte. Es war auch der bisher beste WCD in der Geschichte, sogar besser als der 5 Jahre-WCD. Das Motto-Konzept funktioniert einfach. Ich bin der Meinung, dass das Motto „Space“ noch einmal alles toppen wird. Es wird auch von mir eine „lost in space“ Kollektion geben. Diese Klamotten werden mit ganz coolen Spezialeffekten versehen sein. Da kann man sich schon drauf freuen.

Ich danke dir Chris für das ausführlich und sehr angenehme Interview. Ich wünsche dir für 2019 viel Erfolg und freue mich, dich auf dem World Club Dome 2019 „lost in space“ wieder zu sehen.

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