Freitag, Mai 24, 2019
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Tom Walker ein Gewinner ohne eigene Platte, bis jetzt….

What a Time To Be Alive

Tom Walker? Wer ist Tom Walker?? Das wissen sehr wenige, wenn man sich die Anzahl seiner Fans auf seiner Fan Page anschaut, sind es gerade mal knapp 80.000. Aber das Lied “Leave A Light On” hat schon jeder mindestens ein mal gehört. Schon davor habe ich den Engländer gehört, nämlich zu dem Zeitpunkt als Blessing erschienen ist. Lange rede kurzer Sinn: Seitdem Tom Walker den Brit Award gewonnen hat, ohne eine Platte auf den Markt gebracht zu haben, redet man von Ihm. Seine erste Platte erschien gerade am vergangenen Freitag und heisst “What a Time to be alive”.

Das ganze eröffnet “Angels” das bereits 2018 als Single veröffentlicht wurde.  Es ist eine wunderschöne Ballade, wohl geschrieben für viele Menschen, die den Sinn, zu Kämpfen, verloren haben. Es ist auch eines der Lieder, die große Erfolge in diversen Streaming Diensten gefeiert hat. Für mich persönlich eine wunderschöne Ballade, die schon lange auf meiner Playlist vertretet ist.  “There must be angels, guiding the way, There must be angels, saving our grace, There must be heaven for people who stray, There must be heaven in this hell that I’m livin‘, ‚Cause heaven seems to be so forgiving”

Danach folgt “Leave a light on”, eines der älteren Lieder von Tom, das irgendwann 2017 entstand. Also bereits zwei Jahre vor der Veröffentlichung seiner Platte. Es zeigt, wie lange so ein Entstehungsprozess dauert. Ein Lied, das mich persönlich anspricht und sehr emotional gesungen wird. Jeder von uns kennt dieses Gefühl, verloren zu sein, Angst zu haben, keinen Ausweg zu sehen. Dieses Gefühl und die Hoffnung, die man hat, hat Tom Walker sehr schön in wunderschöne Zeilen zusammengefasst. Ein Meisterstück. 

Es folgen einige Lieder wie “Not Giving in” oder “How you can sleep at night”, die alle stimmig abgemixt und perfekt produziert wurden. Für mich ein Ohrenorgasmus, der seinesgleichen sucht.  Danach kommt “My Way”, ein Lied das ich leider immer wieder überspringe, weil es in gewisser Weise den Fluss der Platte zerstört. Aber vielleicht will ich eher die sehr innigen Lieder hören. Es ist mir einfach viel zu poppig.

Dann folgt das von mir erwähnter „Blessing“. Genau diese Lyrics und die Reise zu Reggae Rhythmen haben mich damals überzeugt. Genauso sehe ich unser Leben und vor allem unsere Welt. Wir flüchten vor dem Leben, wir flüchten in Spiele, in Alkohol, Filme und Musik die uns nichts bringt. Es sind schnelle Zeiten, viel wird zerstört, viel wird nicht als wertvoll wahrgenommen. Es wird vergessen, wieso und warum man lebt. Wir hoffen auf unser Glück und Segen. Empfehlenswert.  Es folgen “Cry Out”, “Dominoes” und “Fade away”. Dann folgt das bekannteste Lied von Walker “Just you an I” in zwei Versionen: Das original und die Akustik Version. Wer mich kennt weiß, wozu ich tendiere. Ein Lied über Beziehung, Liebe, Vertrauen. Eine Liebe, wie dieses Lied beschreibt, will jeder erleben. Diese Zuversicht und dieses Vertrauen will jeder spüren. Das Ganze mit einfacher Musik gepaart musste einen Hit bedeuten. Und damit hat Walker auch die große Aufmerksamkeit gewonnen. Gott sei Dank.

Dann kommen nur noch “The Show” und “Walk alone”. Mit den zwei Liedern ist die Reise in die Welt von Tom zu Ende. Eine Reise, die mir sehr zusagt und momentan mit ausgewählten Liedern in Dauerschleife läuft. Ein Singer und Songwriter, der keine Angst hat, über eigene Gefühle zu singen. Jemand, der bei mir die richtigen Saiten anschlägt und mich zum Nachdenken bewegt. Der es schafft, dass ich aus meiner Höhle rauskomme und versuche, die Welt mit positiv zu sehen. Zuletzt entdeckte ich dieses Gefühl bei Paper Kites und deren letzten Album. Es macht immer wieder Freude, sich in die Welt von Tom Walker zu vertiefen.

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