Sonntag, April 21, 2019
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2 Stunden pure Spannung mit Hunter Killer

Hunter killer

Als ich von dem Film hörte, habe ich gehofft, dass er mindestens so gut ist, wie Die Jagd auf roter Oktober mit dem unvergessenen Sean Connery als Kapitän Marko Ramius. Deswegen schaltete ich voller Hoffnung und Spannung die BluRay ein und bereitete mich auf einen U-Boot Film vor. Einer der Ersten nach einer sehr, sehr langen Durchstrecke.

Die Geschichte ist nicht ganz einfach zu erzählen, ohne zu Spoilern. Ich werde es trotzdem versuchen. Am Anfang begleiten wir ein U Boot auf Trainingsmission, bei der einiges schief gegangen ist. Es wird nämlich versenkt. Die amerikanischen Kräfte schicken einen “jungen” Kapitän auf Rettungs- und Aufklärungsmission. Währenddessen wird auch Seans Einheit nach Russland geschickt, um den russischen Präsidenten auszuspionieren. Diese zwei Ereignisse werden irgendwann zusammen treffen. Es wird geschossen, es wird gejagt und es wird vor allem geglaubt. Glaube kann Berge versetzen. Es ist alles perfekt abgemischt, wie in einem guten Drink, den man sich abends zu Hause oder in einer Bar genehmigt.

Jetzt kommen wir zu den Details.

Auch wenn der Film mich unheimlich begeistert hat und die zwei Stunden wie 5 Minuten verflogen, so hat er auch einige Höhen und Tiefen. Fangen wir mit den Tiefen an. Das erste Problem ist, dass bis zu dem Moment, wo man wirklich gefesselt sitzt, einige Zeit verstreichen muss. Vorgeschichte und Vorstellung der einzelnen Charaktere. Es ist zwar nicht langatmig, aber einige Szenen würde ich doch ausschneiden, um das Tempo etwas zu beschleunigen. Die zweite Schwäche ist für mich der Zustand in der Kommandozentrale in den USA. Auch wenn einer der Hauptcharaktere von Gary Oldmann gespielt wird, kommt sein Talent nicht zu Geltung. Leider eine Verschwendung seiner künstlerischen Leistung.

Aber jetzt zu den Höhen.

Wenn alle Puzzleteile nach ca. 30 Minuten ineinandergreifen, nimmt der Film volle Fahrt auf.
Eine Wendung jagt die andere. Zwischen Unterwasserkampf über politische Intrigen bis hin zu Spezialeinheit Navy Seals am Land. Beim Zuschauer kommt keine Langeweile auf. Klar, einige Szenen sind nicht gerade glaubwürdig aber der Film soll ja nicht realitätsnah sein sondern unterhalten. Und das macht er grandios. Schauspieler wie Gerard Butler oder der leider vor kurzem verstorbene Michael Nyqvist spielen Ihre Rollen sehr überzeugend. Man kann sich sehr einfach in deren Psyche und deren Entscheidungen versetzen. Der Regisseur des Films, Donovan Marsh weiß, wie man die Szenen der Unterwasserjagd und die Kampfmomente an der Oberfläche perfekt umsetzt. Eine grandiose Leistung.

Ich würde diesen Film mit einem Zitat beschreiben “Maschinen fertig, volle Kraft voraus!”