Montag, Juli 22, 2019
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Ehrliches und berührendes Jugendbuch über Persönlichkeitsstörung „Auf einer Skala von 1 bis 10“

Ceylan Scott

Immer häufiger werden psychische Erkrankungen bei Jugendlichen diagnostiziert. Allein in Deutschland leiden rund 700.000 Jugendliche unter einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Auch die junge britische Autorin Ceylan Scott ist betroffen. Mit „Auf einer Skala von 1 bis 10“ hat sie ein packendes, ein sehr berührendes und zugleich verstörendes Jugendbuch geschrieben:

Tamar sitzt nach dem Tod ihrer Freundin Iris in Lime Grove, einer geschlossenen Jugendpsychiatrie, wo sie den ganzen Tag lang Fragen beantworten soll: Was genau ist an dem Tag passiert, als Iris starb? Warum verletzt du dich selbst? Wie fühlst du dich, auf einer Skala von 1 bis 10? Aber Tamar sagt nichts. Sie kann einfach nicht erzählen, was mit Iris geschehen ist und was sie empfindet. Denn keiner der Ärzte, so glaubt Tamar, kann verstehen, was sie denkt und fühlt. Und ihre Mitpatienten haben ihre ganz eigenen Probleme. Aber in dem eintönigen Klinikalltag voller Routinen und Kontrollen findet Tamar Verbündete und lernt ganz allmählich wieder Vertrauen zu fassen. Trotz ihrer anfänglichen Abwehr gegen die verordnete Hilfe in Lime Grove gelingt es ihr schließlich, ihren übermächtigen Gefühlen und (Wahn-)Vorstellungen ein Stück weit zu entkommen.

Ein aufwühlender Coming-of-Age Roman, der auf den Erfahrungen der jungen Autorin beruht und der für die dramatischen Ausmaße psychischer Krankheiten sensibilisiert.

Auf der letzten Seite im Buch finden sich Telefonnummern und Webadressen für Jugendliche, die selbst betroffen sind.

Die Autorin Ceylan Scott wurde 1997 in London geboren. Bereits in der Pubertät litt sie verstärkt unter psychischen Problemen. Inzwischen wurde bei ihr eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer Zwillingsschwester in Bath und studiert mittlerweile Psychologie und Kriminologie. „Auf einer Skala von 1 bis 10“ ist ihr erster Roman.

Ceylan Scott: „Mit sechzehn habe ich mich entschieden, ein Buch zu schreiben. Ich wurde gerade in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, hatte zu viel Zeit und tausend Dinge gingen mir im Kopf herum. Alles frustrierte mich: weit weg von zu Hause zu sein, das Stigma und das Missverständnis, was mir und anderen, die so waren wie ich, entgegengebracht wurde. Obwohl Tamar und die schillernden Leute, die sie trifft, vollkommen fiktiv sind, mussten wir doch einen ähnlich steinigen Weg bis zur Genesung gehen. Einen Weg, den viele für unmöglich halten.

Für mich war das Schreiben eine kathartische Erfahrung. Ich konnte meinen starken, intensiven Gefühlen endlich freien Lauf lassen, sie dann packen und ordnen. Ich glaube, das Resultat ist ein Buch, was sich echt anfühlt. Real ist. Weil Tamars Gefühle real sind. Real für mich, real für andere Jugendliche und real für die, die unter einer psychischen Krankheit leiden. Aber vor allem habe ich ‚Auf einer Skala von 1 bis 10‘ geschrieben, weil es mir Kraft gegeben hat. Und ich hoffe sehr, dass es zumindest einen Funken Hoffnung schenkt, Stärke und Kraft gibt, für alle, die von der Dunkelheit gefangen gehalten werden.“

In England traf Scotts Buch auf viel positive Resonanz – in der Presse, aber vor allem auch bei Betroffenen:

„Scotts Buch ist unverzichtbar – seine Stärke ist die schonungslose Offenheit.“ (BOOKS FOR KEEPS)

„Die absolut realste, echteste Darstellung von BPS, die ich jemals gelesen habe! Hat meine Familie und Freunde ihre Einstellung über psychische Krankheiten überdenken lassen und jetzt verstehen sie mich und meine Schwierigkeiten viel besser.“ (GOODREADS)

„Unfassbar gut geschrieben – intelligent, ehrlich und gnadenlos real. Ein tiefer Einblick ins Leben und in die Gedanken von jemanden, der unter einer psychischen Krankheit leidet. Die Skala reicht von Witz über Verzweiflung, von Verständnis bis zum Unbegreiflichen.“ (AMAZON.UK)