Dienstag, Juli 23, 2019
Home > Review > Valley Queen nehmen uns auf eine Reise mit

Valley Queen nehmen uns auf eine Reise mit

Bevor wir mit dem Debüt-Album von Valley Queen anfangen, sollte man vielleicht was zu der Band sagen, die in Deutschland leider noch relativ unbekannt ist. Also Valley Queen ist eine aus LA stammende Band, die aus Natalie Carol, Neil Wogensen, Shawn Morgens und Mike DeLuccia bestehen. Reicht es so? Nein, mir auch nicht, leider wusste ich vor der Bekanntgabe des Albums auch nicht mehr. Das erste Album heißt “Supergiant” und ist wirklich der hellste Stern auf den Newcomer Himmel.

Supergiant bedeutet genau das: der hellste Stern am Himmel. Diese Platte ist genau das. Aber fangen wir am Anfang an.

Das erste Lied “Silver tongut” ist relativ poppig im Vergleich zu vielen anderen Tracks auf dieser Platte. Aber vielleicht ist es der beste Einstieg, um in die Welt von Natalie und Co. einzutauchen. Aber der erste Track verspricht, was die Platte zu bieten hat: eine musikalische Reise der Superlative. In dieses Lied kann man sich nur verlieben und ich liebe die weichen Gitarren Riffs von Shawn. Es ist diese Art Musik, die mich dazu veranlasst, in eine andere Welt einzutauchen. Carol versteht es, uns mit Ihren Metaphern zu umschlingen und uns in Ihre eigen Welt zu entführen. Dann folgt der Titel SuperGiant. Ein Lied, in dem klar wird, dass alle aus dem gleichen Sternenstaub bestehen. Ein Thema, das gerade in der heutigen Zeiten sehr aktuell ist. Verpackt in eine poppig psychodelische Musik, unterstützt von der unverkennbaren Stimme von Carol. Diese Stimme begleitet uns auch im nächstem Song “Chasing the Muse”. Das eher akkustische Lied zeigt uns, wie schwer es sein kann, seinen eigenen “Weg” zu finden. Wenn man dabei bedenkt, wie schwer der Weg für die Band war, um diese CD aufzunehmen. Eine Gruppe von Menschen, die Musik lieben und kurz davor waren, alles hinzuschmeißen, haben wieder zu sich gefunden. Dieses Lied ist der Beweis dafür, dass diese Entscheidung richtig war. Dann kommen “Ride” „Gems and Rubies” und “Bowling Water”. Danach kommt eher poppig und sehr fröhlich “Bedroom”. Eine erfrischende Geschichte über die eigenen Verlustängste. “Wouldn’t wann lose myself, wouldn’t wann abuse myself in Hollywood”. Dieses Lied ist so persönlich und so ehrlich, dass ich diese Ängste spüre und nachvollziehen kann. Und: ich kenne sie selbst. Was soll ich sagen, ich liebe dieses Lied. Das Album schließt mit Highway Pearl. Ein Lied das mich so beschäftigt, dass ich immer wieder auf diesen Album zugreifen werde. Genauso, wie ich letztes Jahr von Paper Kites begeistert war, ist es jetzt Valley Queen. Ihre Musik wird mich oft begleiten.

Es ist ein erfrischendes Album. Neben den vielen Plastik Produktionen aus der Welt des Mainstreams hatte eine Band den Mut, etwas anderes, anspruchsvolles und teilweise sehr innovatives aufzunehmen. Dafür ein große Lob und ein noch größeres Dankeschön. Ich hoffe diese Reise mit Euch wird weitergehen und man kann euch demnächst auf Tour sehen.