Sharaktah besingt die Zukunftsängste seiner Generation

Sharaktah besingt die Zukunftsängste seiner Generation

April 28, 2022 Aus Von sid1972

Wenn es 2021 einen Newcomer gab, der die Weichen gestellt hat, dieses Jahr so richtig durchzustarten, können wir uns wohl darauf einigen, dass es Sharaktah sein dürfte. Mit seiner ersten, größeren Veröffentlichung, der „Almost Home“ EP hat der junge Künstler aus Norddeutschland bewiesen, dass man Gitarrenmusik mit Hip-Hop kombinieren kann und dies auch so organisch klingen lassen, dass er sich seine eigene musikalische Nische schafft.

Diesen Freitag erscheint mit „Tausend Teile“ das erste Lebenszeichen von Sharaktah, seit seinem Feature mit Clueso im letzten Jahr, und nimmt uns mit auf eine emotionale Reise durch Zukunftsängste seiner ganzen Generation – unterstrichen von verzerrten Gitarren und kühlen Trap Instrumentals – näher am Zeitgeist zu sein ist fast unmöglich!

Seit zwei Jahren zerfällt die Welt, wie wir sie kennen, vor unseren Augen. Erst ganz langsam, mit ein paar beunruhigenden News aus der Ferne, die man noch verdrängen konnte. Doch dann kam es immer schneller und immer näher, durch den Fernseher ins eigene Wohnzimmer, bis dann plötzlich alles vor den eigenen Füßen zerbrach und zerbröselte. Lockdown und Pandemie, Krise und Krieg.

Wie soll ein einzelner Mensch das alles aufnehmen und verarbeiten, die Angst, die Unsicherheit? Wie soll er bei sich bleiben, wenn alles an ihm zerrt und rüttelt? Wie behält man die Hoffnung auf eine bessere Zukunft?

Wie beschützt man sich davor, dass die Seele nicht zerrissen wird in tausend Teile?

Dieser Frage geht Sharaktah auf seiner neuen Single „Tausend Teile“ nach, auf der er die schweren Gefühle der letzten Jahre Revue passieren lässt. Und dabei überlegt, wie sich so viel Dunkelheit in ihm ausbreiten konnte.

„Der Morgen zieht vorbei/ Und der Abend fällt hinein/ Suche nach dem nächsten High/ mit meinem schlimmsten Feind der Zeit/ Dabei müsste Ich mich doch freuen/ dass Ich soviel von ihr hab/ Doch mein Schatten baut eine Stadt/ aus meinen Trümmerteilen zusammen!“

In kurzen, lyrischen Sätzen skizziert der junge Wahlhamburger die Zukunftsängste einer Generation, der es immer schwerer fällt, optimistisch zu bleiben: „Die Welt bricht mich in tausend Teile/ Sie wollen nie wissen, wer ich bin/ Betrink mich nur, um mal zu weinen/ Ansonsten hört ja keiner hin.“

Diese Melange aus Weltschmerz und persönlicher Krise wird von Sharaktah mit einer unnachahmlich rauen Stimme präsentiert, irgendwo zwischen Rap und Gesang, kratzig und heiser. Und dazu passend hat Sharaktah auch den Sound seiner Produktionen weiter verfeinert, die verzerrte Rock-Gitarren und die kühlen Trap-Instrumentals werden um warme Harmonien ergänzt. Deshalb bleibt auch in „Tausend Teile“ ein Funken Zuversicht erhalten und verleiht dem Song, der am 29.04.2022 über Epic Germany erscheint, eine kraftvolle Message:

Das die Nacht am tiefsten ist, wenn der nächste Morgen am nächsten ist.
Und dass auch etwas, dass in tausend Teile zersprungen ist, wieder ganz werden kann.

Sharaktah bewegt sich mit der VÖ von „Tausend Teile“ in die nächste Phase seiner -noch- jungen Karriere. Viel aufregendes ist passiert im letzten Jahr: Die erste eigene EP erschien, ein Feature Song auf dem neuen Clueso ALBUM, 2 Kollabos mit Edo Saiya, ausverkaufte Shows in Berlin und Hamburg sowie ein Shout Out von Casper im „Mit Verachtung“ Podcast. Fast 15Mio Streams später meldet sich Sharaktah nun zurück.