Autor: Presse STUDIOCANAL

Die wahre Geschichte der Jeanette Walls

Sieben Jahre lang stand Jeannette Walls autobiografischer Roman "Schloss aus Glas" auf den Bestsellerlisten der New York Times und in Deutschland wurden bereits über 600.000 Exemplare verkauft. Im vergangenen Jahr kam die beeindruckende Geschichte endlich ins Kino - heute erscheint sie nun auch auf DVD, Blu-Ray und Digital. Jeannette Walls hatte schon viele Jahre als Kolumnistin in New York gearbeitet, bevor sie ihre Herkunft überhaupt jemandem anvertraute. Denn ihr war nur zu gut bewusst, dass ihre "wilde" Jugend mehr als unkonventionell war.

Ein freies Leben in Armut
Jeanettes Eltern Rex und Rose Mary Walls waren Freigeister, die jegliche Institutionen verachteten - von der Schule bis zum Arbeitgeber. Sie wollten kein anderes Leben, auch wenn ihre Kinder oft sehr unter ihrer Pflichtvergessenheit zu leiden hatten und die Familie in materieller Armut lebte. In ihren ersten Lebensjahren war Jeannette Walls nie lange an einem Ort. Die Familie zog von den Wüstenstädten im Südwesten der USA bis ins Bergland von Virginia und die Appalachen. Ein echtes Zuhause hatte sie nirgends. Die ganze Familie stand unter dem Einfluss von Rex Persönlichkeit - ein teuflisch charismatischer Autodidakt und ein in vielerlei Hinsicht brillanter Mann. Wenn er nüchtern war, begeisterte er seine Kinder mit fantasievollen Geschichten, erklärte ihnen Wissenschaft, zeigte ihnen die Wunder der Welt und brachte ihnen vor allem bei, sich dem Leben ohne jede Furcht zu stellen. Jeannettes Mutter Rose Mary war Lebenskünstlerin, Malerin und liebte die Aufregung. Eine ebenso charmante Person wie ihr Mann, aber noch überforderter mit der Verantwortung, für eine Familie zu sorgen.

Flucht aus einem Traumhaus, das es nie gab
Als ihnen das Geld endgültig ausging, liessen sich die Walls in einem verfallenen Bergarbeiterstädtchen namens Welch in West Virginia nieder. Dort zogen sie in jenes baufällige Haus, das zum Alter Ego des "Schloss aus Glas" werden sollte - des fantastischen solarbetriebenen Traumhauses, das Rex eines Tages bauen wollte. Jeannette und ihre Geschwister träumten jedoch von der Flucht und machten sich gegenseitig Mut. Doch selbst nachdem Jeannette losgezogen war, um in der Grossstadt Journalistin zu werden, konnte sie sich nie ganz von ihrer Familie lösen - und ihr wurde klar, dass sie sich der Vergangenheit und all dem stellen musste, was die Walls-Familie am Rande der amerikanischen Gesellschaft erlebt hatte. Also begann Jeanette, ein Buch zu schreiben: ihr Debüt "Schloss aus Glas" avancierte zum internationalen Bestseller, wurde in 23 Sprachen übersetzt und in 30 Ländern veröffentlicht.

"Es hiess, mein Buch sei unverfilmbar..."
Als die Aussöhnung der erwachsenen Jeannette mit ihren Eltern dann in den Mittelpunkt der Verfilmung rückte, schloss sich der Kreis. "Es hatte schon erste Anläufe für eine Adaption gegeben", berichtet Jeannette Walls. "Aber diese funktionierten nicht. Zu diesem Zeitpunkt hiess es sogar schon, dass mein Buch unverfilmbar sei." Doch eines Tages machte der Oscar-nominierte Produzent Gil Netter den Drehbuchautor und Regisseur

Destin Daniel Cretton auf den Bestseller "Schloss aus Glas" aufmerksam. "Gil hielt an meinem Buch fest und machte diesen Film erst möglich", erinnert sich Jeanette. "Ihm ist es zu verdanken, dass dieses Projekt Form angenommen hat. Und eine von Gils wichtigsten und besten Entscheidungen war, Destin an Bord zu holen."

Ein bewegtes Fotoalbum aus Erinnerungen
Destin Daniel Cretton sah in "Schloss aus Glas" nicht die empörende Geschichte einer Problemfamilie, sondern vielmehr eine über die Kraft bedingungsloser Liebe. In seinen Augen sind die Walls kein Kuriositätenkabinett, sondern durchaus sympathische, faszinierende, aber gebrochene Menschen - wie wir alle. "Das ist genau das, was die besten Geschichten leisten", glaubt Jeannette Walls. "Sie reissen die Mauern ein, die wir so gern aufbauen."

"Jeannettes Buch hat so viele Menschen berührt", sagt Cretton. "Natürlich haben wir SCHLOSS AUS GLAS für alle Fans des Romans gedreht, aber auch für die Walls-Familie. Der Film ist gewissermassen ein bewegtes Fotoalbum ihrer Erinnerungen. Ich hoffe, dass uns ein ehrliches, anrührendes Porträt gelungen ist, das zeigt, wie kompliziert, aber letztlich auch einfach und stark Liebe ist."
 
 
 
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