Baio verpackt das letzte Jahr, das einer emotionalen als auch politischen Achterbahnfahrt glich, musikalisch in seinem zweiten Album „Man of the World“, das am 30.Juni dieses Jahres erscheint.
Aber Baio? Wer das nochmal war? Chris Baio ist ein amerikanischer Musiker, der abseits seines Soloprojektes bestens als Bassist der Indierock-Band Vampire Weekend bekannt ist. Trotz der gemeinsamen Arbeit am vierten Studioalbum der erfolgreichen Kombo, hat Baio zusätzlich Zeit und Kreativität in sein bereits zweites Studioalbum gesteckt.
Thematisch dreht sich die Produktion um weltbewegende Ereignisse wie die Wahl Donald Trumps, die Beschließung des Brexits und der überraschende Tod David Bowies, doch statt daraus einen deprimierten Klumpen zu formen, erschafft Baio auf der neuen Platte eine so konträre Leichtigkeit, dass die einschneidenden Geschehnisse zumindest für die Dauer der 10 Songs verträglich erscheinen. Geht nicht? Oh doch, und wie!
Elektronische Beats treffen auf Synthesizer, eine leichte Vampire Weekend-Note ist vernehmbar, „The Key is Under the Mat“ ist dafür ein gutes Beispiel, dazu haufenweise melancholische Texte.
Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem der Vorabtrack„PHILOSOPHY!”, welcher nicht nur durch die großartige Songzeile “Sometimes I understand you less than I get Descartes” brilliert, sondern auch durch seine Beats, die unweigerlich zum tanzen anregen.
Baio macht die Welt voller Trump‘scher Probleme, (Br)Exits und tragischer Legendentode mit seinem neuen Album vielleicht nicht zu einer nachhaltig besseren, immerhin aber zu einer tanzbaren, für den Moment erträglicheren.

 
 


Anna Fliege 
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