Donnerstag, Oktober 1, 2020
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Binta – ab sofort gibt es ihre aktuelle Single „Hey Hey“ in einer charmanten Akustik-Version

Das Live-Singen ist ein untrennbarer Teil von Binta. Für die Hamburger Sängerin ist es daher wichtig, ihre Songs auch akustisch erleben und performen zu können. Sei es bei ihren Soloauftritten, im präzisen A Capella-Gesang oder beim expressiven Gospel – Musik organisch zu transportieren bringt immer neue emotionale und stimmliche Facetten zum Vorschein.
Für die akustische Umsetzung ihrer Single „Hey Hey“ hat sich Binta mit Freunden zusammengeschlossen, mit denen sie schon seit mehreren Jahren Auftritte oder kleine Sessions spielt. Bei den ersten Proben war schnell klar, dass die akustische Version von „Hey Hey“ einen ganz bestimmten Charme hat, der durch seine besondere Intimität überzeugt.

Ich heiße Binta und bin eine echte Hamburger Deern. Mein musikalischer Weg bis zu meiner Debüt Single „Hey Hey“ hat quasi schon in der Grundschule begonnen. In der zweiten Klasse beschloss ich Teil des Chors zu werden und habe seitdem immer in Chören gesungen. Ich liebe es bis heute, wenn unterschiedliche Stimmen zusammen klingen. Harmonien sind wahrscheinlich auch deshalb ein wichtiger Bestandteil im Sound meiner Musik. No harmonies, no peace — zumindest brauche ich sie für meinen persönlichen Frieden.
In der dritten Klasse habe dann ich gemerkt, dass meine Freundinnen alle Sport machen oder tanzen. Also habe ich an der Jugendmusikschule Hamburg mit Jazz, Hip Hop und Ballett angefangen und habe drei Jahre lang getanzt. Mit vierzehn Jahren hatte ich meinen ersten Solo-Auftritt in einer vollen Aula mit zittriger Stimme. Ich glaube, ich habe damals „Disturbia“ von Rihanna gesungen. Später durfte ich sogar mit der Schul-Big Band Amy Winehouse Songs performen, obwohl ich nie zur Big Band gehört habe.

Mit fünfzehn Jahren wurde ich Teil von „LuKuLuLe e.V.“ (Lust an Kunst, Lust am Leben), dem Jugend-Verein für Tanz und Musik. Dort habe ich über zehn Jahre lang im Chor gesungen, ein bisschen getanzt und unzählige Auftritte mitgemacht. Mit der Zeit habe ich mehr Verantwortung übernommen, Chöre geleitet und selbst Songwriting Workshops gegeben. Highlights waren von uns geschriebene Musik-Theaterstücke, in denen ich einige Hauptrollen gespielt habe und Schauspielerfahrung auf Bühnen wie von „Kampnagel“ sammeln konnte. Bei den Proben durfte ich von Künstlern wie dem südafrikanischen Sänger und Tänzer Bisi Bangiwe oder der Hamburger Bodypercussionistin Sarah Lasaki lernen.

In dieser Zeit habe ich auch meine erste Gitarre bekommen. Als ich autodidaktisch ein paar Akkorde zusammengekratzt hatte, ging es mit meinen ersten Songs los. Eines der besten Geschenke meines Lebens war ein Jahr Gesangsunterricht bei Jimmy Rivers, den mir meine Tante aus Köln bezahlt hat, um mir eine Freude zu machen, da es bei mir zu Hause oft nicht gerade rosig war.
Als ich achtzehn war, durfte ich für die nigerianische Schlagzeug-Legende Tony Allen Background singen, der als der Begründer des Afrobeats gilt. Irgendwann habe ich mir von der Gage für einen anderen Background Gig bei Anke Schaubrenner ein Keyboard gekauft, das mir sehr beim Songs schreiben hilft. Jetzt spiele ich schon zwei Instrumente mehr schlecht als recht, aber hey, Singen geht vor.

Während meines Bachelors in Ethnologie habe ich brasilianisches Portugiesisch studiert und ein Auslandssemester in Campinas (Brasilien, São Paulo) gemacht. Dort bin ich natürlich sofort in den national etablierten Uni-Chor „Ziper na Boca“ eingetreten und habe in unterschiedlichen Städten Brasiliens gesungen.

Seit 2017 bin ich Teil der „Golden Voices of Gospel“ und war im Winter 2018 mit unglaublich guten Gospel-Sängern aus den USA und aus Frankreich auf meiner ersten Europatour. Wir sind in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Luxemburg und Tschechien aufgetreten. Ich liebe es mit Gospelsängern zusammenarbeiten zu dürfen, weil ich die Art zu singen besonders berührend finde und jedes Mal etwas für mich mitnehme.

Letztes Jahr durfte dann ich in der „The Music of Hans Zimmer and Others“ Show das König der Löwen Solo „He Lives in You“ mit dem weissrussischen Symphonie-Orchester in der Oper im Steinbruch St. Margarethen singen. Im Musical in Hamburg werde ich die Rolle der Nala wohl nie spielen, aber meinen König der Löwen Moment vor 5000 Leuten hatte ich auf jeden Fall. 2019 durfte ich außerdem für Stephanie Heinzmann bei der Eurovision Song Contest After Show Party Background singen und mit einem Solo in der Show von André Rieu vor gefüllten Arenen stehen. Ich bin sehr dankbar für jeden dieser Momente.

Jetzt stehe ich hier und bin stolz am 20.03.2020 endlich meine erste eigene Single „Hey Hey“ rauszubringen! Vor meiner aktuellen Single wollte ich eigentlich auf eigene Faust mit dem Programm Garageband ein Album produzieren und es „Me, Myself and Garageband“ nennen. Ich hatte zwar null Ahnung, aber ’ne große Ladung Frust als Motor und die Songs sind ziemlich cool geworden. In der gleichen Zeit hatte ich Studio-Sessions mit Carsten „Erobique“ Meyer, dessen Studio genau neben dem von Produzent Darko Beats lag. Erobique meinte immer zu mir: „Zeig ihm doch mal deine Garageband Sachen.“ Irgendwann habe ich das dann gemacht, er war mega aufgeschlossen und hat mir angeboten mit ihm zusammenzuarbeiten. Und so beginnt das Märchen von meiner Single. Darko hatte von Anfang an ein sehr feines Gespür für passende Beats zu meinen Texten und Melodien, weshalb sich der Flow in unserem Urban Soul Pop sehr schnell gefunden hat. Hier und da lassen sich karibische, brasilianische Klänge und Afro-Rhythmen finden, die der Single ihren eigenen Sound verleihen.
„Hey Hey“ ist eine Mischung aus einer Beschwerde an das heutige Datingleben mit Tinder und Co., und einem Aufruf zum Chillen. Es muss nicht immer alles sofort entschieden oder optimiert werden. Das Gras ist nicht immer grüner auf der anderen Seite und nein, wir sind nicht perfekt und werden es auch niemals sein. Ich hatte schon oft Gespräche mit meinen Freunden, die sich, genau wie ich, manchmal in dem Liebeswahnsinn von heute verlieren. In unserer täglichen Reizüberflutung finde ich es wichtig, sich zu bremsen. Irgendwann und irgendwie finden wir schon die richtige Person für unser Leben.

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