Montag, April 12, 2021
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Tim Hart (Boy & Bear) – neue Single „Steady As She Goes“, das Album „Winning Hand“ ab 19. Februar

Der Multiinstrumentalist aus Australien bleibt natürlich weiterhin Mitglied der Indie-Folk-Band Boy & Bear zeigt aber auf seinem dritten Soloalbum, dass er seine Fähigkeiten als Singer/Songwriter weiterhin verfeinert hat.

Tim Harts Leben sieht dieser Tage etwas anders aus. Der in Sydney geborene Singer-Songwriter lebt mittlerweile in Brisbane, zwölf Autostunden nördlich davon, und ist seit kurzem frischgebackener Vater. Tim ist natürlich nach wie vor ein Teil der Indie-Folk-Band Boy & Bear, doch sein Leben hat sich zu einem Balanceakt zwischen Familie, Bandleben und seiner Solo-Karriere entwickelt.

Mit Winning Hand veröffentlicht Hart nun den Nachfolger zum 2018 erschienenen The Narrow Corner und damit sein insgesamt drittes Studioalbum. Auf der neuen Platte singt er über die Liebe, die Sehnsucht und manchmal auch über Herzschmerz. Tim nimmt seine HörerInnen mit auf eine Reise, die sich in Teilen wie sein privates, manchmal aber auch wie ein Reisetagebuch anfühlt. Dabei schöpft er sowohl aus persönlichen Erfahrungen als auch aus Erzählungen der vielen Menschen, die er auf Tour treffen durfte. Alles in allem lässt sich sagen, dass Tim Hart mit Winning Hand abermals einen Schritt nach vorne gemacht hat. Mit seinem reifen Songwriting zieht er jeden direkt in seinen Bann.

Das Album wurde über eine Zeitspanne von drei Wochen in den Golden Retriever Studios in Sydney aufgenommen, wo auch Boy & Bears letztes Live-Album entstand. Gemeinsam mit dem Sound-Engineer Simon Berkelman nahm der Multi-Instrumentalist erstmals für eines seiner Solo-Projekte mit einer kompletten Band aus Session-Musikern auf. Das Ergebnis ist ein lebendiges und grooviges Album, das klassisch aufgenommen wurde.

Der Indie-Pop-Opener „Steady as she Goes” nimmt einen direkt mit auf eine Reise in Tims Heimatstadt Sydney. Lieder wie „Turn to Salt” und „Atlanta” wiederum sind von Europa und den Vereinigten Staaten inspiriert. Man merkt, dass Hart schon viel von der Welt gesehen hat. Lebendige Bilder und smarte Metaphern lassen einen grinsend und/oder nachdenklich zurück, nachdem man Songs wie „Wild White Tiger”, „White Flag” und „Great Escape” gehört hat.

Auf dem herzzerreißend schönen „Without You” erzählt Tim vom Verlust des Vaters und sowohl das klassische Fingerpicking auf der Gitarre als auch die Klavier- und Bläserbegleitung machen den Song zu einem der ganz besonderen Momente auf Winning Hand.

Nach elf turbulenten Jahren mit konstantem Touren um den Globus und einer Albumproduktion nach der anderen gab das Jahr 2020 Hart die Chance, inne zu halten. Sein Leben hat sich verändert und die Tatsache, dass er jetzt Vater ist beschreibt er mit den Worten: „Meinem wunderbaren kleinen Sohn dabei zuzusehen, wie er sich entwickelt, ist so ein Privileg. Ein Teil davon zu sein ist unglaublich und wirklich lebensverändernd.”

Doch trotz dieser Veränderungen bleibt eines konstant: Tims Leidenschaft für die Musik. Über seinen Antrieb sagt der Australier: „Jetzt möchte ich mehr denn je mit den Menschen im Dialog stehen und meine Geschichten und Lieder mit ihnen teilen. Ich denke das ist es, was wir alle brauchen in einer so unvorhersehbaren und harten Zeit.”

Sein neugewonnenes Hobby ist es, Postkarten zu schreiben und das zeigt, dass das nicht einfach so daher gesagt ist. Seit einiger Zeit verschickt er Postkarten an Menschen, die sich dank der Corona-Pandemie im Lock down befinden. Er sagt: „Für mich war das eine Art Rückbesinnung. Jeder freut sich über eine Postkarte, aber niemand tut es mehr. Wir haben dieses Gefühl der Vorfreude verloren, weil alles so unmittelbar geworden ist. Die Menschen wollen die Dinger JETZT und dann ziehen sie weiter.”

Tim fügt hinzu: „Musik und jede Form von Kunst kann diesem Tempo nicht gerecht werden. Für mich steht diese Postkarten-Idee also auch symbolisch für eine Art Reset. Ich muss individuell an eine andere Person schreiben, die dann darauf warten muss, die Karte zu erhalten und dann wiederum nachdenken muss, wie sie reagieren soll. Ich war überwältigt davon, wie viele Menschen mitmachen wollten. Ich hoffe, dass die ZuhörerInnen auch genau so mit meinem Album umgehen werden”

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