ALICIA AWA: Plädoyer für die Selbstliebe mit ihrer neuen Single „Love myself“ VÖ 25.06

ALICIA AWA: Plädoyer für die Selbstliebe mit ihrer neuen Single „Love myself“ VÖ 25.06

Juni 24, 2021 Aus Von sid1972

Eine sehr aktuelle Thematik, gerade für (junge) Frauen ist das eigene Empowerment.

Mit „Love Myself“ stellt Alicia Awa klar, wie wichtig es ist seinen eigenen Wert zu kennen, sich selber zu lieben und auf sich Acht zu geben. Der Beat by Maxe bleibt im Ohr und lässt dich tanzen. „Love yourself“ ist das Motto mit dem wir in den Sommer starten.

Das sagt Alicia Awa selbst:

 

„Ich habe sehr lange gebraucht zu erkennen, dass Fremdbestimmung mich niemals an mein Ziel bringen wird. Zu Beginn meiner Reise als Künstlerin aber auch allgemeine, habe ich immer Wert auf die Meinung anderer gelegt und habe mich damit verrückt gemacht, was Außenstehende über mich denken. Ich habe schnell gemerkt wie mein Selbstwertgefühl darunter litt. Für mich war das Wichtigste im Leben und vor allem bei meiner Musik echte Emotionen zu teilen, indem ich mir immer selbst treu bleibe und meine Community daran teilhaben lasse.

 

Selbstliebe bedeutet für mich, dass ich meine Fehler akzeptiere und lieben lerne. Es ist wichtig, dass wir vor allem in dieser materialistischen und oberflächlichen Gesellschaft uns nicht vergleichen. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und seine eigene Geschichte. Für mich ist heute das Wichtigste meine Fehler anzunehmen und diese zu lieben. Nur so kann ich mich auch selbst lieben!“

Alicia Awa war schon immer die Art von Person, die ganz genau wusste, was sie will: Sängerin werden. Und genau dieses Ziel verfolgt sie konsequent. Awa weiß wer sie ist und steht für sich ein. Manchmal frech, manchmal süß – Sie lässt sich nicht in Normen und Werte pressen, sondern macht ihre eigenen Regeln. 1. Regel: es gibt keine Regeln. Zu freizügig, Zu viel Make-Up, Zu Laut? Alles Quatsch! Das spiegeln auch ihre Songs wieder. Sie verkörpert die moderne Superwoman und ist ein starkes Vorbild für viele Ladys.

„Ich erinnere mich noch genau, wie ich an Silvester das Glas gehoben und einen Toast ausgesprochen habe – 2020 wird mein Jahr! Endlich wird es für mich so richtig losgehen.“ Es kam ja dann doch ein bisschen anders. Für uns alle und so auch für Alicia. Und doch ist auch diese Prophezeiung schon ein Stückchen näher an der Realität, als Alicia im Dezember letzten Jahres noch gedacht hätte. Das Warten hat sich gelohnt. Gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Eine Einstellung, die auch in ihrer Arbeitsweise im Studio erkennbar ist. Alicia ist eine Perfektionistin, die zwar nicht selten erst gegen Nachmittag um 15 Uhr ins Studio steppt, dafür dann aber gerne auch mal bis sieben Uhr morgens dortbleibt, wenn es sein muss. Oder die nach einer stundenlangen Session auch mal einen kompletten Song wegschmeißt, weil sie ihn nicht fühlt und direkt von vorne anfängt, bis der neue Song fertig ist. Und fertig ist ein Song eben erst, wenn Alicia ihn auch wirklich fühlt. Im Musikschaffen ist ihr vor allem wichtig, ganz klar bei sich, ihren Werten und Themen zu bleiben und gleichzeitig, dass sich die Frauen und Männer da draußen mit ihr identifizieren können. Alicia singt vor allem von der Liebe, dem Spaß und den Strapazen, die damit einhergehen. Das kommt mal poppig und leichtfüßig daher wie auf „Meine Liebe tut dir weh“ oder mit Ausflügen ins Elektro-housige wie bei „Yes, indeed.“ Alicia beherrscht die komplette Hit-Klaviatur rauf und runter.

Egal, ob Alicia einen Tanztrack raushaut oder eine Selbstoffenbarung wie „Fassade“, ihre Musik hat immer eine klare Message, die mal mehr, mal weniger zutage tritt, aber doch immer da ist: Jeder Mensch da draußen, vor allem Frauen, sollen ihren Wert erkennen und ihr wahres Selbst ausleben. Kompromisslos. Egal, ob man schüchtern oder extrovertiert ist, Rollkragenpulli oder Minirock trägt: Alicia will, dass ihr euch treu bleibt und im Zweifelsfall greift ihr Appell auf „Fassade“: „Wenn ich’s änder, dann nur für mich selbst.“ Alica selbst hat auch eine Zeit gebraucht, um ihren eigenen Wert zu erkennen. Sie kämpfte stets gegen Vorurteile an. Das begann in ihrer Schulzeit und setzte sich in ihrem Leben als öffentliche Person fort. Arrogant, zu selbstbewusst, zu dominant – Alicia kennt diese Vorwürfe zu genüge. Doch anstatt sich selbst unauffälliger zu geben, tritt sie diesen Vorurteilen jetzt mit einem Lächeln und einem ausgestreckten Mittelfinger entgegen. Diese Frau hat nämlich zu hart gearbeitet, um irgendwen noch um Erlaubnis zu bitten, sie selbst sein zu dürfen. Aber diesmal richtig. Denn was tatsächlich hinter Alicias Fassade steckt, mag für viele überraschend sein und ist einen zweiten und dritten Blick auf jeden Fall wert.

Geboren in Castrop-Rauxel ist Alicia ein Kind des Potts. Dort geschätzte Eigenschaften wie Bodenständigkeit und Wertschätzung ehrlicher Arbeit hat Alicia verinnerlicht, auch wenn sie schon immer wie ein Diamant in der Kohlegrube schien. Sie gründete früh eine eigene Band und während die aufstrebende Sängerin bereits mit dem Kopf in den Wolken des Musikolymps steckt und von einer großen Gesangskarriere träumt, sah Mama das Ganze noch etwas skeptischer. Denn Mama ist zwar Alicias größter Fan und ihre allerbeste Freundin, aber eben auch eine Frau aus Burkina Faso, deren hartes Leben sie dazu veranlasste, eine sichere Zukunft für ihre Tochter herbeizuwünschen. Und in Musik sah sie das erstmal nicht. Als sich Alicias Mutter von deren Vater trennt, ist Alicia gerade mal ein paar Monate alt und ihre Mutter seit kurzer Zeit in Deutschland und der Sprache noch nicht mächtig. Sie schlägt sich erstmal alleine mit Alicia und deren Bruder durch. Während sie ihren Kindern Lesen und Schreiben beibringt, lernt sie es gleichzeitig überhaupt selber. Wo Alicia ihre Willensstärke und ihre Vorstellung von starker Weiblichkeit herhat, ist offensichtlich. Alicia durfte alles ausprobieren, wofür sie sich begeisterte, irgendwie machte es Mama immer möglich. Geblieben ist sie zum Glück beim Singen. Aber das war Mama eben erstmal als Lebensentwurf nicht genug. Sie schloss einen Deal mit ihrer Mutter: Ein Jahr würde sie das angefangene Psychologie Studium pausieren, um ihre Gesangskarriere zu verfolgen. Wenn nach dem Jahr keine rosigen Aussichten am Musik-Horizont erkennbar wären, würde das Studium fortgesetzt. Alicia verschlug es also erstmal nach L.A. dort knüpfte Alicia Kontakte zu einflussreichen Produzenten, deren sexistisches Verhalten sie jedoch schlussendlich ernüchterte und Amerika den Rücken kehren ließ. Die Zeit begann abzulaufen und Mama wurde langsam ungeduldig. Als schließlich der Oktober kam und das letzte Korn in der Sanduhr gefallen war, verlor Mama die Geduld, nahm die Sache selbst in die Hand und meldete Alicia bei DSDS an. Und auf einmal war sie auch schon im Finale.

Auch wenn die Zeit hart war, bezeichnet sie Alicia dennoch als bestes Learning. Denn wer das Fernsehen überlebt hat, der ist sowas von für die hiesige Deutschrapszene gewappnet. Alicia ist bereit. Bereit, endlich allen zu zeigen, was sie alles kann. Bereit, allen zu beweisen, wie falsch sie mit ihren Vorurteilen über sie lagen. Und bereit, alle hinter die Fassade blicken – aber vor allem lauschen zu lassen.