MESSA veröffentlichen ihr neue Single „Rubedo“ – Neues Album „Close“ erscheint am 11.03

MESSA veröffentlichen ihr neue Single „Rubedo“ – Neues Album „Close“ erscheint am 11.03

Februar 19, 2022 Aus Von sid1972

Messa, die 2014 aus dem italienischen Doom-Rock-Underground aufgestiegen sind, haben sich schnell eine begeisterte Anhängerschaft erspielt, die ihrem monumentalen und breit gefächerten Soundhandwerk verfallen ist. Ihr letztes Album „Feast For Water“, das im Jahr 2018 erschienen ist, wurde von der Musikpresse hoch gelobt. Der Rolling Stone beschrieb das Album als „fesselnd und ringt dem versierten stilistischen Aufeinanderprallen ein Maximum an Dramatik ab“.

Das neue Album „Close“ lässt uns noch tiefer in die fesselnden Texturen und die eindringliche Dynamik von Messa eintauchen. Die kolossale Stimme von Sängerin Sara, die als „Stevie Nicks als Frontfrau von Black Sabbath“ beschrieben wird, nimmt den Hörer mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt.

Das gedämpfte Fender-Rhodes-Piano-Intro des Openers „Suspended“ macht dort weiter, wo Messa auf ihrem letzten Album „Feast For Water“ aufgehört haben, um dann in Jazzgitarren und leidenschaftliche, erdrückende Riffs überzugehen, die uns den Weg für die bevorstehende Odyssee weisen. Schwergewichtige Tracks wie „If You Want Her To Be Taken“ oder „0=2“ sind moderne Doom-Rock-Klassiker, die das Genre gekonnt aufwerten und in ihrem Kielwasser taumeln lassen. Atmosphärische und grandiose Rausschmeißer wie „Rubedo“ und „Dark Horse“ bauen sich zu einem schier grenzenlosen Höhepunkt aus Zwietracht und Harmonie auf, bei dem sich Blastbeats und Saxophone zu mitreißenden Klängen steigern.

Mit Verweisen auf Bands wie „Dead Can Dance“, „Swans“ und „Om“ haben Messa ein Album geschaffen, auf dem Song, Erfahrung und Atmosphäre zu einem Meisterwerk verschmelzen. „Close“ durchbricht die Grenzen der okkulten und noir-getönten Atmosphären ihrer früheren Werke und verwebt Messa´s vielfältige Einflüsse zu einem einzigartigen, atemberaubenden Sound, der den Hörer in seinen Bann zieht.

Jeder Song auf „Close“ hat seinen genauen Zeitrahmen, denn der gesamte kreative Prozess dauerte fast eineinhalb Jahre. „Dark Horse“ war der letzte Song, den wir geschaffen haben, und er wurde buchstäblich nur eine Woche vor dem Betreten des Studios fertiggestellt. Es ist der instinktivste und intuitivste Song des Albums. Sein Sound erinnert wie kein anderer Song des Albums an die Dark/Post-Punk-Vibes der 80er Jahre.

„Dark Horse“ ist ein englischer Begriff, der häufig verwendet wird, um jemanden zu beschreiben, der seine Geheimnisse gut verbirgt: Man weiß sehr wenig über ihn, aber er hat unerwartet Erfolg in einer Sache. In alten Kulturen war ein schwarzes Pferd die Darstellung der intuitiven Natur und symbolisierte menschliche Kreaturen im Traumreich. Dieses Lied beschreibt einen bestimmten Moment der Angst, der nun für immer im Sand der Zeit gefangen ist.

„Pilgrim‘ ist ein wichtiger Track für Messa“, kommentiert die Band. „Es war einer der ersten Songs, die wir für das Album komponiert haben, und wir denken, dass er die nahöstlichen/mediterranen Vibes, die wir mit Close zu vermitteln versuchten, gut repräsentiert. Das Video wurde von Laura Sans gedreht, es war toll, wieder mit ihr zu arbeiten.“

„Das Video wurde an verschiedenen Orten in Südfrankreich und Norditalien gedreht“, heißt es weiter. „Die Höhle, die im zweiten Teil des Videos zu sehen ist, ist der Ort, an dem wir einige Teile des Albums aufgenommen haben. Wir haben mit einer aus Algerien stammenden Choreografin und ihrer Crew zusammengearbeitet, um diesen rituellen Tanz so wahrheitsgetreu wie möglich zu reproduzieren.“

„Wir sind mit diesem Tanz namens Nakh in Kontakt gekommen, weil er auf dem Coverfoto abgebildet ist, das wir für unser neues Album Close ausgewählt haben“, fügen sie hinzu. „Nakh ist ein ritueller Tanz, der von Frauen entlang der algerisch-tunesischen Grenze getanzt wird. Er zeichnet sich dadurch aus, dass sich der Kopf der Tänzerin wiegt und die Haare geworfen werden. Als wir Nakh entdeckten, dachten wir sofort an die Ähnlichkeiten dieses Tanzes mit dem Headbanging. Das Video konzentriert sich auf die Ähnlichkeiten, die diese beiden weit entfernten Welten gemeinsam haben. Die Verbindung, die zwischen ihnen entsteht, ist unerwartet, aber sehr spontan.“

Credit: Federico Floriani