NEIL YOUNG & CRAZY HORSE – „Toast“ erscheint am 8. Juli

NEIL YOUNG & CRAZY HORSE – „Toast“ erscheint am 8. Juli

Mai 29, 2022 Aus Von sid1972

„Toast“ – wenn im Zusammenhang mit Neil Young dieses Wort fällt, leuchten die Augen seiner Anhänger auf. Das um die Jahrtausendwende eingespielte Studioalbum umweht ein nahezu mythischer Ruf. Aufgenommen in den titelgebenden Toast Studios in San Francisco, zeigt es Youngs legendäre musikalische Sparringspartner Crazy Horse auf einem wild donnernden Höhepunkt ihres Schaffens. Bis heute unveröffentlicht, erblickt das Album nun am 8. Juli endlich das Licht der Welt und kann ab heute vorbestellt werden, auf CD und Doppel-Vinyl im The Greedy Hand Store der Neil Young Archives (NYA) und überall sonst im Musikhandel, außerdem digital im Xstream Store des NYA und bei den meisten digitalen Plattformen. Käufer der Vinyl- und CD-Version im Greedy Hand Store erhalten den digitalen Hi-res-Download im Xstream Store der NYA. Hier kann man „Toast“ vorbestellen/vormerken. Schon heute gibt es daraus „Standing In The Light of Love“ im Stream, begleitet von einem Video, das man hier ansehen kann.

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden in Sammlerkreisen Informationen über „Toast“ wie heiße Sammlerware gehandelt, wenn Young hier und da Details über das Album fallen ließ. Besonders die Tatsache, dass es drei nie veröffentlichte Songs enthält, fachte die Gerüchteküche an. Letztes Jahr schrieb Young in seiner virtuellen Tageszeitung The Times Contrarian ausführlich über das Album: „Die Musik auf ‚Toast‘ handelt von einer Beziehung“, sagte er. „In vielen scheiternden Beziehungen gibt es eine Zeit lange vor der Trennung, in der es einem der beiden Beteiligten, womöglich sogar beiden, dämmert, dass es vorbei ist. Um diese Zeit geht es.“

Dazu passend, ist der Grundton von „Toast“ schwermütig, teils geradezu verzweifelt, und strotzt nur so vor elektrisierender Anspannung. Und das selbst in den vermeintlich lieblichen musikalischen Momenten wie dem Eröffnungstrack „Quit“, dessen Refrain uns ein deutliches „Don’t say you love me“ entgegenschleudert. In „Standing In The Light of Love“ und „Goin‘ Home“ steuern Crazy Horse ihre Gitarren in Overdrive, im halsbrecherischen „Timberline“ hadert ein arbeitsloser Holzfäller mit seinem Glauben, in „Gateway of Love“ träumt Young über hypnotisierende 10 Minuten von einer weniger schmerzhaften Zukunft, bevor wir im düsteren, niedergeschlagenen „How Ya Doin‘?“ schnell wieder auf dem Boden der Realität landen. Im schattenhaften Finale des Albums, „Boom Boom Boom“, bringt Young die Essenz des Albums auf den Punkt, wenn er singt: „All I got is a broken heart, and I don’t try to hide it when I play my guitar.”

NYA ist eine angemessen ausladende Lagerstätte für Young, schließlich haben wenige – oder sogar kein anderer – Künstler über den Verlauf eines halben Jahrhunderts ein solch unermesslich großes Spektrum an Klängen erkundet. „Toast“ ist ein weiterer Beleg für die Fundgrube an unverzichtbarer Musik, die Young in seiner Schatztruhe verwahrt.