Kaum zu glauben, es ist Sonntag. Schon wieder der letzte Tag des Festivals. Beim Aufstehen allerdings fällt mir auf, das meinem Körper durchaus auffällt, dass er bereits zwei Tage Festival verkraften musste, was sich vor allem in schweren Beinen und Rückenschmerzen niederschlägt.
Nichtsdestotrotz stehen wir nach kurzem Frühstück um Punkt 12 wieder vor der Green Stage und begrüßen die Alex Mofa Gang. Bei melodiösem Punkrock mit deutschen Mitsingtexten ist die Müdigkeit schnell vergessen und die ersten Reihen springen, singen und tanzen als wären die letzten beiden Tage nicht gewesen. Musikalisch verwandt geht es mit Montreal auf der Blue Stage weiter, weshalb sich fast der ganze Alex Mofa Gang-Mob kurz nach Beginn hier wiederfindet. Montreal haben Bock und liefern in einer halben Stunde ordentlich ab.
Nach einem kurzen Snack pilgern wir mal wieder zur „Red Stage Sauna“ zu Heisskalt. Als Southside-Stammgast der letzten Jahre enttäuschen die Jungs nicht und haben sich trotz der frühen Stagetime eine große und vor allem laute Fanschar mitgebracht.
Nach kurzen Intermezzos in der Mittagssonne bei Kontra K, Jimmy Eat World, Twin Atlantic und Lorde, ist es mit Royal Blood Zeit für den subjektiven Höhepunkt meines Festivalwochenendes. Während das aktuelle Album der Band in Großbritannien bereits auf Platz Eins der Charts zu finden war, ist das das Duo hierzulande noch etwas seltener anzutreffen. Leider ? denn die Show strotz nur so vor Power und das, obwohl der Sound nur aus Bass und Gitarre besteht.
Während im Anschluss Joris und Halsey die Popschiene bedienen darf zu A Day To Remember um 18.15 ordentlich gerockt werden. Der Mix aus Alternative Rock und Metalcore findet bei sämtlichen Altersschichten Gefallen und nach 75 Minuten verlässt die Band unter lautem Beifall die Bühne. Wir verabschieden uns etwas früher um pünktlich zu Maximo Park im Zelt zu sein. Der Weg hat sich gelohnt, denn die Briten sind hervorragend aufgelegt und haben ordentlich Spaß mit dem Publikum.
Während die letzten Töne von Maximo Park verhallen, sind wir bereits bei blink-182 vor der Bühne. Mangels Fotogenehmigung lauschen wir stressfrei dem Hitfeuerwerk, bei dem der Sound leider auf der Strecke bleibt. Wirklich schade, da die restlichen Bands wirklich sehr gut abgemischt waren. Dank ordentlich Feuer auf der Bühne ist zumindest optisch etwas geboten.
Da das Zelt bei Irie Révoltés erwartungsgemäß wegen Überfüllung geschlossen wurde, nutzen wir die Gelegenheit und wandern zu Axwell & Ingrosso, welche von der Menge frenetisch gefeiert werden. Das Nachfolge-Projekt der Swedish House Mafia punktet mit wuchtigem Sound, viel Pyrotechnik und einer eindrucksvollen Videoshow.
Mit gemischten Gefühlen treten wir den Weg zu Linkin Park, dem Abschluss-Headliner des diesjährigen Southside, an. Einerseits Helden unserer Jugend, andererseits stößt die Band mit neueren Alben immer wieder treue Fans vor den Kopf. Dennoch sind Chester Bennington, Mike Shinoda und Co. bestens aufgelegt und schließend das Programm auf der Green Stage eindrucksvoll ab. Das Hit-Feuerwerk am Ende vertröstet alteingesessene Fans und selbst die neue Single „Heavy“ klingt live gar nicht all zu schlimm. Mit „Faint“ beenden sie laut und eindrucksvoll ihren Auftritt, den Festivaltag und das Southside 2017 im Gesamten.

 
 


Markus Maier 
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Mike & the Mechanics in Essen
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